Maike in Tadschikistan

Einladung zum 2. Tadschikistan Vortrag

Auf vielfachen Wunsch gibt es am Samstag 21. August noch einmal Geschichten und Bilder aus Tadschikistan.

Und zwar um 16 Uhr in der Kapelle des Christophorusstiftes in Hildesheim. Hammersteinstraße 7, Eingang Vogelerstraße.

Ich freue mich auch Euer Kommen!

Vortrag

Herzliche Einladung zu meinem Vortrag “Tadschikistan – Ein Erlebnisbericht”.

Am Donnerstag 28.01.10 im Kolja, Braunsberger Str. 52.

Alle meine Erlebnisse, Infos über Land und Leute und natürlich jede Menge Bilder. Ich freue mich auf euer kommen.

Der Eintritt ist frei.

Flyer Vorderseite

Flyer Vorderseite

Flyer Rückseite

Flyer Rückseite

Dushanbe

Und plötzlich waren wir in der Zivilisation. Einen so modernen Flughafen – so schien es uns – hatten wir noch nie gesehen. Bis uns bewusst wurde, dass die „runtergekommene“ Halle in der wir vor drei Monaten angekommen waren direkt nebenan war. Und eigentlich war sie auch total modern und die Toiletten über die wir vor drei Monaten noch gemeckert hatten entpuppten sich als reiner Luxus. Und dann war da ein Stadt mit undglaublich vielen Autos und Verkehr und Ampeln und sechs-spurigen Straßen, mit Läden in denen es Regale bis zur Decke gab, in denen man verschiedene Käsesorten kaufen konnte und Kinderschokolade und eigentlich alles was das Herz begehrte. [weiterlesen]

Die letzten Tage

Unsere letzten Tage in Khorog vergingen wie im Fluge. Am Sonntag hatten wir unser vorletztes Konzert bei dem Nadja leider krank war. Zum Glück kam Andrea mit um mir zu helfen. Am Montag hatten wir dann noch ein Abschlusskonzert in der Schule und Andrea und Anna machten eine kleine Ausstellung über ihre Arbeit. Das alles war eine Idee von Nazardot gewesen und er bewies uns noch mal so richtig wie sehr die NGO unsere Arbeit zu schätzen wusste. Bis 15 Minuten vor dem Auftritt war der Saal abgeschlossen und der Schlüssel tauchte auch nicht auf. Hinein kamen wir letzten Endes nur, weil Anwar die Tür aufbrach. Tragen und Aufbauen durften wir alles alleine und die ganzen Schulkinder die dazu verdonnert wurden zu kommen mussten dann unverschämter Weise auch noch Eintritt bezahlen. Nadja und ich hätten den Lehrer für jeden Auftritt hätten bezahlen müssen und da wir das nicht getan hatten (wussten wir ja auch nichts von) mussten sie jetzt Geld sammeln um ihn doch noch bezahlen zu können. Und eigentlich war dann geplant, dass wir unser Stück aufführen und Nadja dann was auf der Gitarre spielt und ich noch was singe und naja, wir haben uns geweigert. Die Kinder durften dann noch jede Menge Lieder singen nachdem unser Stück zu Ende war und Yusuf begleitete sie. Und dann wurden noch zwei wunderbare Lobreden auf uns gehalten. Naja. Wir waren einfach nur froh als es vorbei war. [weiterlesen]

Konzerte und Gitarrenkurs

Unsere Konzerte waren immer wieder sehr spannende Erlebnisse. Von unserem ersten Probekonzert in der Schule habe ich ja schon berichtet. Unser erstes richtiges Konzert hatten wir dann in einem kleinen Dorf, in dem es aber ein richtiges kleines Theater mit Bühne gab. Naja, die erste Aufregung an einem Konzerttag bestand immer darin zu sehen ob auch tatsächlich alle Kinder pünktlich da sein würden und wir also rechtzeitig und vollzählig aufbrechen könnten. Und das klappte sogar meistens erstaunlich gut. Außerdem war es immer ein ganz schöner Akt unser komplettes Bühnenbild und das ganz drum und dran so im Bus zu verstauen, dass es beim Rumgetobe der Kinder möglichst nicht kaputt gehen würde. Denn still sitzen ist wirklich nicht ihre Stärke. Wenn das alles erledigt war, konnte man sich auf eine wunderbare sehr Lärm- und Musikintensive Fahrt freuen, bei der man in unserem kleinen gelben Tourbus kräftig durchgeschüttelt wurde. [weiterlesen]

Begegnungen

Hin und wieder haben wir hier sehr lustige Begegnungen. Zum Beispiel mit Bienenmännern und Tangemfahrern die Schuhmacher heißen. Wo trifft man solche Menschen? Ganz einfach im Internetcafé oder natürlich im Tangem. Beginnen wir mit dem Bienenmann: Nadja und ich saßen ganz gemütlich im Internetcafé, ich an meinem Computer und sie wartet (jaja, ich weiß schon warum ich kein Macbook habe :-) ) und da Nadja ja immer die verrücktesten Menschen anzieht wurde sie natürlich gleich mal wieder angequatscht von einem jungen Mann – dem Bienenmann -, der uns unbedingt kennenlernen und sein Englisch ausprobieren wollte, das sogar tatsächlich ganz gut war. Und da wir gut drauf waren und eh nichts anderes zu tun hatten, sagten wir ja und gingen alle zusammen in den Park. Dummerweise konnte Nadja da aber nicht rauchen, denn das tun Frauen in der Öffentlichkeit ja nicht und deshalb änderten wir schnell unsere Pläne und fuhren kurzerhand in den Botanischen Garten. [weiterlesen]

Murghab

In unserer letzten Woche hier haben wir nochmal einen tollen viertägigen Ausflug nach Murghab gemacht. Und zwar mit Zafar, den wir ja – wie ihr euch vielleicht erinnert – an unserem ersten Abend in Khorog kennengelernt haben. Herrje ist das lange her. Damals hatte er uns ja in sein Jagdcamp eingeladen. Und auf diese Einladung kamen wir jetzt nur zu gern zurück.
Also fuhren wir am Montagmorgen (naja, das war jedenfalls geplant, es wurde dann doch 12 Uhr) mit zwei sehr komfortablen Jeeps los Richtung Murghab. Und die Fahrt war einfach toll. Die Landschaft war so schön und die Straßen so schlecht. Aber wir sind trotzdem 140 gefahren. Ohne Anschnallen durch wunderbare Schlaglöcher und stießen uns regelmäßig die Köpfe an der Decke. Einfach herrlich. Irgendwann nach vier Stunden Fahrt verließen wir dann die regulären Straßen und fuhren in ein Tal Richtung Afghanistan nochmal eine Stunde bis wir schließlich das Camp erreichten. [weiterlesen]

Der Aga Khan in Khorog

Ja und dann kam er der Aga Khan und natürlich wollten wir ihn auch sehen (genauso wie gefühlt 10.000 andere Menschen, also wahrscheinlich sämtliche Bewohner von ganz GBAO). Deshalb machten wir uns früh am Morgen auf den Weg in die Innenstadt, um dort einen kurzen Blick auf His Highness zu erhaschen. [weiterlesen]

Neues aus Khorog

Ich sitze gerade in der Sonne im Garten, neben mir eine Kuh, die schon 25 Jahre alt ist und alle Kinder des Hausbesitzers mit ihrer Milch großgezogen hat und nun soll sie bei der nächsten Hochzeit geschlachtet werden. Vorher soll sie sich offenbar noch fett fressen. Arme Kuh. Ja, was gibt es neues. Furchtbar viel eigentlich und ich weiß überhaupt nicht womit ich anfangen soll. Die letzten zwei Wochen waren relativ stressig. Wir hatten unser erstes Konzert und vorher also viele viele Proben. Dann kommt am Samstag der Aga Khan nach Khorog und wird offiziell den Park einweihen. Also steht die ganze Stadt Kopf. (Der Aga Khan ist das religiöse Oberhaupt der Ismailiten und hier sind alle Ismailiten und sie vergöttern ihn. Deshalb wird gerade die ganze Stadt aufgeräumt. Irgendwie lustig.) [weiterlesen]

Fastenbrechen

Da hier ja so gut wie alle Moslems sind, folgt man auch mehr oder weniger den islamischen Bräuchen, wie zum Beispiel dem Ramadan. Wobei die meisten das hier, zumindest was das Fasten angeht, dann doch eher locker sehen und sich nicht so wirklich daran halten. Zumindest war das unser Eindruck bei den Leuten mit denen wir mehr zu tun haben. Nicht zu Fasten ist aber natürlich kein Grund das Fastenbrechen am Ende des Ramadan nicht zu feiern. Und Nadja und ich mussten mitfeiern. Und zwar sieht das so aus: Alle Männer einer Straße treffen sich auf der Straße und kochen gemeinsam Plov. Denn an Feiertagen kochen ja die Männer. Die Männer unserer Straße hatten sich auf dem Sportplatz der Schule versammelt und kochten fleißig auf offenem Feuer in einem riesigen Topf und die Kinder tobten drum herum. Nadja und ich wurden dann bei den Kindern platziert und bekamen gleich erst Mal was zu essen. Während die Kinder uns zusehen durften. Frauen waren keine dabei. Die ruhten sich zu Hause aus und genossen die Männer- und Kinderfreie Zeit und das sie nicht kochen mussten. Nadja und ich verbrachten dann also zwei Stunden mit Essen umringt von Kindern, die ganz begeistert waren, dass sie uns beibringen durften mit den Fingern zu essen. Reis essen mit den Fingern ist echt gar nicht so einfach. Und am Ende konnten wir dann fast nach Hause rollen. Aber sehr lecker wars.